Musik

BRIT Awards mit X-Line von Electro Voice

Die Verleihung der BRIT Awards bilden den Höhepunkt des Jahres für die britische Musikindustrie. Wie schon in den Vorjahren, setzten die BRIT-Award-Verantwortlichen auch bei der Verleihung 2006 auf die Sound-Künste von Britannia Row.

Die Verleihung der BRIT Awards bilden den Höhepunkt des Jahres für die britische Musikindustrie. Um den gestiegenen Event-Anforderungen Rechnung zu tragen, entschieden sich die Organisatoren, die Show am 15. Februar in einer größeren Halle des Earls Court Centers auszutragen. 3900 VIPs waren geladen. Sie sahen, genau wie ein Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten, Live-Auftritte von Acts wie Prince, den Kaiser Chiefs, James Blunt, Kelly Clarkson, Paul Weller, Coldplay, Kanye West und den Gorillaz.

Der Umzug in einen wesentlich größeren Saal erforderte für Sounddesigner Derrick Zieba und sein Britannia-Team eine neue Herangehensweise an ihre Aufgabe. Treu blieben Zieba & Co. indes dem Beschallungssystem: ein Electro-Voice X-Line. Derrick Zieba entschloss sich, den Raum sozusagen akustisch zweizuteilen und das „Delay-System im Wesentlichen als Haupt-System zu verwenden.“ In der Mitte des Venues wurden drei Delay-Hangs angebracht, jedes mit acht EV XVLS Boxen bestückt und auf Links/Mitte/Rechts-Ausrichtung konfiguriert.

Das Haupt-PA-System bestand aus je einem Hang rechts und links – aus jeweils zwölf EV XVLS, sechs EV XVLT Boxen und einem Xfill Downfill. In der Mitte wurde, um den Orchestergraben und die vorderen Reihen abzudecken, ein weiteres Hang angebracht, bestehend aus sechs EV XLC-Boxen.

Da die BRIT Awards auch im Fernsehen übertragen wurden, musste – aus optischen Gründen – die X-Line-PA weit oben an der Decke angebracht werden. „Ein Pluspunkt der X-Line ist, dass die Subs geflogen werden können“, erklärt Zieba. „Somit ist eine viel bessere Verteilung der tiefen Frequenzen im gesamten Raum gewährleistet.“ Die EV X-Line wurde von EV P3000 RL Endstufen mittels IRIS Software angetrieben.

Rundum positiv fällt Derrick Ziebas Fazit des diesjährigen BRIT-Award-Abends aus: „Die Show hatte mehr Energie als in den Jahren zuvor. Da wir das hintere Ende des Raums nicht mit den Front-Arrays beschallen mussten, haben wir viel weniger Leistung für die jeweiligen Systeme benötigt und konnten stets dafür Sorge tragen, dass sich die Dynamik gleichmäßig im Raum verteilt. Wir mussten nicht annähernd ans Limit gehen und hatten in der gesamten Halle einen gleichermaßen kraftvollen und klaren Sound.“ Jede Menge Power, aber zielgerichtet, wie Derrick Zieba betont: „Obwohl das Earls Court in einem dicht besiedelten Wohngebiet liegt, gab es keine einzige Beschwerde.“