Frank Briegmann, CEO & President Universal Music Deutschland sieht noch großes Potenzial aber auch viel Arbeit im mobilen Musikgeschäft. Im Exklusiv-Interview mit MusikWoche sprach er über bisherige Erfolge im Klingeltonbereich und die erfreulichen Zukunftsperspektiven des Markts.
Einen ihrer bislang größten Erfolge im Mobile-Bereich feierte die Firma bislang durch die Vermarktung von Schnappi: „Als erster und einziger Major haben wir bei Schnappi Klingeltöne selbst vermarktet und verkauft, nicht bloß weglizenziert“, erklärt Briegmann. „So konnten wir 150.000 Klingeltöne verkaufen und die gleiche Anzahl noch einmal über die Netzbetreiber vermarkten. Wir sind das Riskio eingegangen und haben ins Marketing investiert, die Spots selber geschaltet – die Rechnung ist aufgegangen“.
Universal sei das Label, das den Mobile-Markt eindeutig dominere, stellte Briegmann weiter fest. „Wir haben eine eigene Division dafür und die Ressourcen im letzten Jahr erhöht.“ Die Zukunft des mobilen Musikgeschäfts sieht Briegmann äußerst positiv, aber auch arbeitsreich: „Im Mobile-Markt müssen wir noch eine Menge tun. Im vergangenen Jahr haben polyphone Ringtones 75 Prozent des Markts ausgemacht, Realtones dagegen nur sechs Prozent. Wenn wir aber bei Realtones-Handys eine Marktpenetration von 20 bis 30 Prozent haben, dann heißt das, dass das Potenzial noch gewaltig ist.“ Dieses Potenzial will Briegmann in enger Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern ausschöpfen.



