Musik

Branchenkrise erfasst Schweiz

Die Musikbranche der Schweiz brach im Jahr 2003 nach Umsätzen um rund 15,5 Prozent ein. Damit rangiert die Branche etwa auf dem Niveau von 1989. EMI-Chef Bart Cools schnitt dabei etwas besser ab als der Markt.

Die Musikbranche der Schweiz brach im Jahr 2003 nach Umsätzen um rund 15,5 Prozent ein. Nach 297 Mio. Franken (189,9 Mio. Euro) im Jahr 2002 setzten die Mitglieder der IFPI Schweiz nun nur noch 251 Mio. Franken (160,5 Mio. Euro) um. Damit rangiert die Branche nach Umsätzen etwa auf dem Niveau von 1989; allerdings weist die Schweizer IFPI darauf hin, dass sich der Mitgliederbestand im Laufe der Jahre mehrfach leicht veränderte. Im Jahr 2003 ging die Zahl der verkauften CD-Alben von 19,2 Mio. Exemplaren um gut 13 Prozent auf nunmehr 16,7 Mio. Stück zurück, die der verkauften Singles brach gar von drei Mio. Einheiten um 36 Prozent auf nur noch 2,2 Mio. Exemplare ein. Während Beat Högger als Schatzmeister der IFPI Schweiz gegenüber dem „Tagesanzeiger“ vor allem die Internetpiraterie für die Einbrüche verantwortlich macht, nennt Universal-Chef Ivo Sacchi auch die in der Schweiz nicht verbotenen Parallelimporte als weiteren Grund: „Bei dem seit längerem tiefen Dollarkurs ist das ein Problem für die Schweizer Musikindustrie.“ Die Umsätze Universals seien laut Sacchi etwa auf Branchenniveau gefallen. EMI-Chef Bart Cools sagte dem „Tagesanzeiger“ dagegen, die Umsätze von EMI seien „weniger stark geschrumpft als der gesamte Markt“, und BMG Vertriebschef Pascal Künzi kann gar von Zuwächsen berichten: „Wir konnten wertmäßig um 9,7 Prozent zulegen.“

Mehr zum Thema