In Großbritannien verdichten sich die Hinweise, dass der amtierende Tonträgerverbandschef Peter Jamieson die BPI in Kürze verlassen wird – Branchenbeobachter rechnen bis Ende Februar mit seinem Abschied. Als Nachfolger für den seit Oktober 2002 als Executive Chairman arbeitenden Jamieson ist Tony Wadsworth im Gespräch.
Der Chairman & CEO von EMI Recorded Music UK & Ireland soll allerdings nicht als hauptamtlicher Verbandsvorstand fungieren, sondern die Leitung im Ehrenamt übernehmen. Erste Gerüchte über ein Ausscheiden Jamiesons wurden kurz vor Weihnachten bekannt.
Sollten sich die Vermutungen der britischen Branche bestätigen, würde die BPI dem derzeit in Deutschland praktizierten Vorbild folgen. Gleichzeitig soll bei der BPI zudem für das Tagesgeschäft im Verband der Posten des BPI-Generaldirektors wiederbelebt werden; mit Generaldirektor und einem Major-Chef als zusätzlicher Repräsentant wäre bei der BPI die Struktur der Zeit vor Jamiesons Berufung zum hauptamtlichen BPI-Chef wieder hergestellt. Der Posten des Generaldirektors wurde seit dem Abschied von Andrew Yeates im April 2004 nicht wieder besetzt. Wer diese Stelle übernehmen soll, ist derzeit nicht bekannt. Mit einer offiziellen Stellungnahme der BPI wird noch in dieser Woche gerechnet.



