Musik

BPI nimmt Amazon ins Visier

Der britische Branchenverband BPI nahm Untersuchungen wegen des Verdachts auf Parallelimporte gegen drei Onlineversender auf, darunter auch die amerikanische Amazon-Dependance.

Der britische Branchenverband BPI nahm Untersuchungen wegen des Verdachts auf Parallelimporte gegen drei Onlineversender auf, darunter auch die amerikanische Amazon-Dependance. Nach britischem Urheberrecht seien Händler verpflichtet, innerhalb Europas eingekaufte CDs anzubieten. Über Amazon.com sollen allerdings auch US-Pressungen an britische Kunden ausgeliefert worden sein. BPI-Mitarbeiter Matt Phillips bestätigte die Untersuchungen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, bezeichnete sie allerdings als Routinevorgang. Gegen die Anbieter CD Wow mit Stammsitz in Hongkong und Play.com aus New Jersey soll die BPI bereits rechtliche Schritte eingeleitet haben, da sie im Verdacht stehen, Ware bei Herstellern in Übersee einzukaufen und ihren Kunden bei freier Lieferung zu Preisen unter dem Abgabepreis der nationalen Plattenfirmen anzubieten. Das Angebot von CD Wow hatte auch schon hier zu Lande entsprechende Fragen aufgeworfen. Die Verhandlung des Falles CD Wow soll bereits im Februar beginnen. Dann will sich das Unternehmen darauf berufen, dass alle Urheberrechtsabgaben über den internationalen Einkauf abgedeckt seien. Allein in UK soll CD Wow nach Informationen des „Guardian“ im Jahr 2003 rund 100 Mio. Pfund umgesetzt haben. Mehr zum Thema