Musik

BPI fordert Radioquote für Großbritannien

Nach den deutschen Phonoverbänden fordert jetzt auch die British Phonograpic Industry (BPI) eine Radioquote für nationale Titel.

Nach den fordert jetzt auch die BPI – British Phonographic Industry eine Radioquote für nationale Titel. Die englischen Plattenfirmen treibt dabei vor allem die Angst vor amerikanischen Medienmultis wie Clear Channel um. Wird die sogenannte Communications Bill, die derzeit die Wege durch die Parlamente durchläuft, demnächst zum Gesetz, dürfen ausländische Unternehmen künftig britische Radiostationen aufkaufen. Die BPI befürchtet, dass dann der Anteil an englischsprachiger oder national produzierter Musik im Radio noch weiter sinken wird. In den letzten Jahren tat er dies ohnehin: Lag der Anteil 1997 noch bei stolzen 60 Prozent, sank er im Jahr 2002 auf 32 Prozent. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert die BPI eine Quote von 40 Prozent. Die britische Regierung sieht indes den drohenden Einfluss von Clear Channel nicht als Problem. Medienminister Kim Howell forderte die Plattenfirmen auf, statt dessen „kommerziellere Künstler“ zu entwickeln und hielt fest: „Ich bin gegen Quoten.“ Wenn britische Musik populär ist, werde sie auch im Radio gespielt, so die lapidare Argumentation.