Musik

BPI droht Downloadern mit Klagen

Der britische Phonoverband BPI will mit On-Screen-Messages notorische File-Sharer von ihrem Tun abhalten. Parallel bereitet man erste Klagen vor.

Der britische Phonoverband British Phonographic Industry (BPI) will mit On-Screen-Messages notorische File-Sharer von ihrem Tun abhalten. In den Meldungen droht die BPI „Serial Uploadern“, die Musik in P2P-Netzwerken anbieten, mit möglichen juristischen Folgen. Damit reagiert der Verband auf die Ergebnisse einer gemeinsam mit der British Video Association in Auftrag gegebenen Studie: Demnach bekannten sich acht Mio. Briten, knapp 13 Prozent der Bevölkerung des Königreichs, zum Musikdownload aus dem Netz; die überwältigende Mehrheit von 7,4 Mio. benutzt dabei illegale Angebote. Zudem zeichnen nach Angaben von BPI-Chef Peter Jamieson 16 Prozent der P2P-Nutzer für 74 Prozent der verfügbaren Files verantwortlich. Die Studie konstatiert außerdem einen direkten Zusammenhang zwischen Downloads und den zurückgehenden Plattenverkäufen: Nutzer, die Musik aus dem Internet ziehen, gaben im vergangenen Jahr 31 Prozent weniger Geld für Alben und gar 59 Prozent weniger für Singles aus als noch im Jahr zuvor. Die Ausgaben von Musikfans ohne Verbindung zu P2P-Netzwerken blieben dagegen unverändert. „Es gibt keinen klareren Beleg für den Schaden, den illegales Downloaden der britischen Musik und der Musikindustrie zufügt“, kommentierte Jamieson. Deshalb bereite die BPI gegen „Serientäter“ auch juristische Strafmaßnahmen auf Basis des Copyright, Designs and Patents Acts aus dem Jahre 1988 vor.