Peter Jamieson nutzte die Jahreshauptversammlung des britischen Phonoverbands BPI am 15. Juli in der Londoner County Hall, um seinen Standpunkt im Streit mit der Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS um die angemessene Höhe von Tantiemen für die Musiknutzungen im Internet zu unterstreichen: Wenn niemand die Tarife in Frage stellen würde, würden sie schließlich zementiert, meinte der BPI-Chairman. Also sei es Aufgabe des Phonoverbands, eine Einigung in dieser Frage zu erreichen. Da dies aber bislang in langen Verhandlungen mit der MCPS-PRS nicht möglich gewesen sei, habe man sich zunächst bei den BPI-Mitgliedern und der Regierung rückversichert. Gerade auf Seiten der Politik habe er Verständnis dafür gefunden, den Fall vor die zuständige Schiedsstelle zu bringen, betonte Jamieson: Dort habe man verstanden, dass es einen Unterschied gibt zwischen den gemeinsamen Standpunkten der Musikbranche in Fragen des Urheberrechts und den unterschiedlichen Standpunkten in Geldfragen. Genau dafür sei schließlich die Schiedsstelle geschaffen worden, sei das Signal gewesen. Der BPI-Chairman wies damit Anschuldigungen des MCPS-PRS-CEOs Adam Singer zurück, der den Vorstoß der Plattenfirmen und ihrer Verbündeten als enttäuschend bezeichnet und angesichts des bevorstehenden Schiedsstellenverfahrens vor großen Imageschäden für die gesamten Musikbranche gewarnt hatte. „Unsere Position für die nahe Zukunft ist klar: Die Tür für Verhandlungen bleibt stets geöffnet. Wenn diese aber weiterhin scheitern, wird der Streit von der Schiedsstelle entschieden werden müssen“, fasste Jamieson zusammen. Die Zusammenarbeit mit den Musikverlegern in anderen Bereichen solle laut Jamieson aber nicht unter diesem Streit leiden.
BPI-Chairman heizt Tantiemenstreit an
Peter Jamieson nutzte die Jahreshauptversammlung des britischen Phonoverbands, um den BPI-Standpunkt im Streit mit der Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS über die Höhe von Tantiemen für die Musiknutzungen im Internet zu unterstreichen.



