Die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte des größten amerikanischen Open-Air-Festivals setzt sich auch in diesem Jahr fort. Der Vorverkauf für das Bonnaroo Music Festival läuft trotz höherer Preise heuer noch schneller als sonst. Man habe bereits 20 Prozent mehr Tickets verkauft als zur gleichen Zeit vor einem Jahr, sagte Jonathan Mayers von Superfly Presents, der das Event zusammen mit A.C. Entertainment veranstaltet, dem „Billboard“.
80.000 Eintrittskarten gibt es für die viertägige Veranstaltung – obwohl es durchaus noch Platz für mehr Zuschauer gäbe, haben sich die beiden Firmen im letzten Jahr für diese Obergrenze entschieden, um den reibungslosen Ablauf des Festivals zu gewährleisten und einer Übervermarktung entgegen zu wirken. Von Marketing, wie es bei Live-Events sonst üblich ist, kann bei Bonnaroo ohnehin nicht die Rede sein: A.C. Entertainment und Superfly geben nicht einen Dollar für Anzeigen oder andere Werbung aus. Die Karten werden ausschließlich über die Website des Festivals verkauft.
Gut 15 Millionen Dollar setzte Bonnaroo 2006 um, in diesem Jahr dürften es nach dem bisherigen Verlauf des Kartenverkaufs mehr werden. Das liegt u.a. an den gestiegenen Preisen für die Tickets, die es ursprünglich in vier Kategorien gab – 125, 185, 200 und 215 Dollar. Mittlerweile sind jedoch nur noch Karten in der teuersten Kategorie erhältlich.
Bonnaroo 2007 geht zwischen dem 14. und dem 17. Juni nahe der Kleinstadt Manchester im US-Bundesstaat Tennessee über die diversen Bühnen. Headliner sind in diesem Jahr The Police, Tool und Widespread Panic. Zudem sind u.a. angekündigt: The White Stripes, Wilco, The Flaming Lips, Franz Ferdinand, The Roots, Spoon, The Decemberists, Regina Spektor, Kings of Leon, DJ Shadow, Lily Allen, Hot Chip, Mavis Staples, Paolo Nutini und die Cold War Kids.



