Am 21. September findet im Londoner Shaftesbury Theatre die Weltpremiere des Musicals „Daddy Cool“ statt, das ähnlich wie die Welterfolge „Mamma Mia“ (Abba) oder „We Will Rock You“ (Queen) auf den Songs einer weltbekannten Pop-Gruppe aufbaut: Bei „Daddy Cool“ stehen die Songs von Boney M. im Mittelpunkt. Geistiger Vater des Musicals ist deren Erfolgsproduzent Frank Farian, und der verspricht „Shakespeare zur Musik von Boney M.“.
30 Jahre nach „Daddy Cool“, dem ersten Nummer-eins-Hit des Quartetts, bringt das gleichnamige Musical weitere Welthits wie „Ma Baker“ oder „Mary’s Boy Child“ wieder auf die Bühne. Dafür scheute Farian keine Kosten und Mühen: So ist der 65-Jährige seit Frühjahr 2006 jede Woche mehrere Tage in London, um die Produktion zu überwachen und hat zudem mehrere Hunderttausend Euro in das in die Jahre gekommene Shaftesbury Theatre investiert. Anderthalb Jahre muss das Stück vor 1300 ausverkauften Plätzen in London laufen, um die Kosten wieder einzuspielen.
Die Story von „Daddy Cool“ basiert auf William Shakespeares Klassiker „Romeo und Julia“ und dessen erster Musical-Umsetzung, der „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Zwei verfeindete Londoner Straßengangs kämpfen gegeneinander – einer der Anführer heißt Daddy Cool. Mit den ersten Fassungen des Stücks war Farian allerdings nicht zufrieden. „Das war eine harte Street-Sprache mit zu viel,Fuck‘. Das war nicht meine Welt“, erläutert Farian gegenüber der dpa.
Mit der revidierten Endversion von „Daddy Cool“ will Farian die Musical-Szene weltweit aufmischen und hat neben Europa auch Asien und die USA im Visier. Zwölf mobile „Musical-Zelte“ mit Platz für jeweils 2000 Zuschauer sollen dazu um die Welt touren. In Deutschland soll das Stück im März 2007 Premiere haben, in Berlin auf einem Gelände in der Nähe des Leipziger Platzes. Mehr zum Thema



