Die US-Börsenwächter der Security & Exchange Commission (SEC) sammeln derzeit Daten über Verkaufszahlen von EMI-Veröffentlichungen in den USA. Allerdings handelt es sich dabei nach Informationen der „New York Post“ noch nicht um ein offizielles Untersuchungsverfahren. Hintergrund des SEC-Vorgehens sind Vorwürfe im Zuge eines Gerichtsverfahrens zwischen EMI und Avatar Records, nach denen EMI manche Verkaufszahlen mit Hilfe von Stützungskäufen durch Marketingberater angeschoben haben soll. Ein EMI-Sprecher wies die Vorwürfe gegenüber der „Post“ entschieden zurück: „EMI hat in diesem Zusammenhang keine Benachrichtigung durch die SEC oder eine andere Behörde erhalten“, hieß es. Die falschen Anschuldigungen würden sich einzig auf die Charts-Positionen mancher Veröffentlichungen beziehen und hätten nichts mit den Umsätzen oder den Geschäftsberichten der EMI zu tun. „Wie wir bereits zuvor betont haben, beteiligt sich EMI nicht an solchen Stützungskäufen. Hier handelt es sich um ein erneutes Ablenkungsmanöver, mit dem Avatar von dem von EMI gegen sie eingereichten Verfahren über Schulden in Höhe von mehr als einer Mio. Dollar ablenken will.“ Im Zuge des bereits seit April 2003 laufenden Verfahrens gegen Avatar hatte ein früherer EMI-Vertriebsmann eingeräumt, dass das Unternehmen unabhängige Berater dafür engagiert hätte, gezielt EMI-Produkte im Handel zu erwerben, um so die SoundScan-Daten und damit die Charts-Positionen mancher Titel zu schönen.
Börsenaufsicht schaut EMI auf die Finger
Die Security & Exchange Commission sammelt derzeit Daten über Verkaufszahlen von EMI-VÖs in den USA. Hintergrund sind Vorwürfe, nach denen EMI Verkaufszahlen angeschoben haben soll. EMI weist diese Vorwürfe scharf zurück.


