Die Bertelsmann Music Group (BMG) soll saniert und umstrukturiert werden. Dies kündigte President & CEO Rolf Schmidt-Holtz nach einem Executive-Meeting der europäischen Geschäftsführer in Madrid an. Es müsse Schluss damit sein, dass die einzelnen Abteilungen gegeneinander arbeiteten. Der Schlüssel zu künftigem Erfolg seien „selbstbewusste, unabhängige Teamplayer, die zusammen ihre volle Kraft einsetzen“, so Schmidt-Holtz. Aus Insiderkreisen verlautete, dass BMG im Rahmen der Sanierung die Entlassung mehrerer hundert Mitarbeiter erwägt. Eine Firmensprecherin sagte dazu, in Madrid sei zwar auch darüber gesprochen worden, Entscheidungen diesbezüglich gebe es aber noch nicht. Für das Jahr 2002 peilt Schmidt-Holtz wieder ein Rekordergebnis an. Obwohl Medienberichten zufolge BMG im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von mehr als 150 Millionen Dollar zu verzeichnen hat, gebe es „überhaupt keinen Anlass zu Pessimismus“, da ohne Sonderabschreibungen die Firma noch deutlich im Plus sei, wie Schmidt-Holtz meint. Er fordert aber von seinem Unternehmen eine schnelle und erfolgreiche Schärfung des A&R-Profils und eine verbesserte Ausschöpfung der „gefüllten Produkt-Pipeline“: „Es gibt bei BMG große Repertoire-Potenziale, die noch optimaler ausgeschöpft werden müssen.‘
BMG auf Sanierungskurs
Nach einem Treffen aller europäischen BMG-Geschäftsführer in Madrid kündigt Resident & CEO Rolf Schmidt-Holtz eine Umstrukturierung im Unternehmen an.


