Musik

BMG Ariola München stellt die Sinnfrage

„Das Gießkannenprinzip kann und wird auf die Dauer nicht funktionieren“, weiß Sascha Ritter, stellvertretender Leiter A&R Pop/Rock/Dance bei BMG Ariola München.

Einen Kritikpunkt bildet für Ritter die unverändert hohe Anzahl der Veröffentlichungen aus dem Dance- und Techno-Bereich. Dabei verweist er auf die wöchentliche Statistik von musikwoche.de, der zufolge rund 70 Prozent aller Singles-Veröffentlichungen aus diesem Bereich stammen. Rock/Pop-Titel stellen nur 16 Prozent, dahinter folgen etwa gleichstark die Bereiche HipHop/Rap und Schlager/Volksmusik mit 4,5 Prozent. „Aufgrund der aktuellen Lage muss man einen Gang runter schalten“, fordert Ritter. „Wir wägen unsere Releases ab und GSA-Signings können für uns nur noch die Ausnahme der Regel sein. Gleichzeitig limitieren wir das sogenannte Trackbusiness.“ Auf die Frage, ob eigene Dance-Departments bei Major-Konzernen noch Sinn machen, sagt Ritter: „Das ist für mich keine Frage von Major und Independent, sondern der richtigen Struktur und der richtigen Acts. Solange das Investment in Relation zum Erlös steht, und unterm Strich ein gewinn bleibt, ist das O.K.“ Und den will BMG Ariola München mit Veröffentlichungen von DJ Valium und der aktuellen Single von Prezioso feat. Marvin erzielen.