Die Jungs von Blur müssen sich ja immens langweilen. Zumindest verriet jetzt Alex James, der Mann an den drei Saiten, dass die Bandkollegen Gefahr liefen, sich gegenseitig vor Gericht zu zerren. „Es ist verrückt, es ist das Schlimmste, was je passiert ist – eine Kombination aus neuer Technik und alternden Rockstars“, jammerte James in einem Interview.
Warum und wieso die Briten im Clinch liegen, wollte die Plaudertasche allerdings nicht verraten. Eine Möglichkeit wären die Aussagen, mit denen Frontmann Damon Albarn in jüngster Zeit an die Öffentlichkeit getreten war. Da verkündete er nämlich, dass er keine neue Blur-Platte machen wolle, solange nicht Gründungsmitglied Graham Coxon wieder bei der Britpop-Formation eingestiegen sei.
Albarn ohne Ende
Coxon hatte die Band im Streit verlassen und widmet sich seither eigenen Projekten. Albarn war das bislang egal. Jetzt aber erinnert er sich, dass der Gitarrist lange Zeit so etwas wie ein Bruder für ihn war, und meint, dass es eine Schande sei, dass sie beide nicht mehr miteinander redeten. „Als Musiker müssen wir Frieden und Liebe verbreiten“, so seine Philosophie.
Vielleicht sollte er mal wieder mit seinem Bassisten reden. Der ist nämlich seit den internen Streitereien furchtbar traurig und ließ ähnlich pathetische Worte fallen: „Ich dachte, wir kommen alle wieder für Live 8 zusammen und versuchen, die Welt zu retten.“ Na, dann mal ran!


