Auch Saubermann James Blunt ist nicht gefeit vor den puls-beschleunigenden Versuchungen des Alltags: seine Droge heißt Ebay. Der Kuschelbarde verheimlicht jedoch nichts und erzählte nun ganz freimütig, wie er zunächst seine halbe Inneneinrichtung und schließlich auch seine leibliche Schwester in dem Online-Auktionshaus feilbot.
Die saß eines Tages bitterlich weinend in seinem leer geräumten Londoner Appartement, weil es für sie keine Möglichkeit gab, rechtzeitig zu einer Beerdigung nach Irland zu kommen. „Kein Flugzeug ging, kein einziger Zug, keine Fähre“, erinnert sich Blunt. „Also habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und meine Schwester bei Ebay reingestellt.“ Der Auktionstext hatte laut dem emsigen Verkäufer folgenden Wortlaut: „Fräulein in Not muss dringend nach Süd-Irland. Was erhält der Bieter? Er wird ein Ritter in glänzender Rüstung sein.“
Blunt & Co., Vermittlungsagentur
Die Auktion habe eingeschlagen wie ein Hammer, so der singende Krisenmanager. „Ein Typ mit einem Helikopter gewann und flog sie zu der Beerdigung. 18 Monate lang haben sie sich regelmäßig getroffen und jetzt lebt sie mit ihm zusammen.“
Ein Erfolgserlebnis, das seiner Sucht einen neuen Kick gegeben hat: „Ich habe noch eine zweite Schwester. Die wird man auch bald kaufen können.“


