Musik

Blumentopf

Mit dem vierten Album „Gern geschehen“ gelang dem Münchner HipHop-Quintett Blumentopf diese Woche der höchste Chartseinstieg seiner Karriere. Um den Erfolg auch gebührend zu feiern, ließen es sich (v.l.n.r.) Heinemann, DJ Sepalot, Schu und Roger nicht nehmen, persönlich in der musikwoche-Redaktion vorbeizuschauen. Rapper Holunder war zwar leider verhindert, doch die restlichen Vier waren auch ohne ihn extrem auskunftsfreudig und berichteten ausführlich von den Plattenaufnahmen. „Für uns war es eindeutig spannender, das vierte Album aufzunehmen als das erste“, erklärt Schu. „Wir achten sehr darauf, dass wir uns nicht wiederholen.“ Davon kann bei „Gern geschehen“ auch nicht die Rede sein. Der Blumentopf hat in seiner Karriere noch nie vitaler und vielseitiger geklungen als auf den aktuellen 22 Tracks. „Der entscheidende Punkt ist, sich selbst zu begeistern“, berichtet Heinemann, „um so einen individuellen Ansatz und Zugang zu finden.“ Einer der Pluspunkte der Band war und ist ihr eigenwilliger Umgang mit der deutschen Sprache abseits aller HipHop-Klischees. Auch auf „Gern geschehen“ begeistern die fünf Musiker wieder mit ihrem unnachahmlichen Humor. „Wir verfügen über eine gewisse Selbstironie“, so Heinemann. „Die bewahrt uns davor, uns selbst zu ernst zu nehmen.“