Die Fragen 1. Wie kommentieren Sie die aktuelle Marktsituation?
2.Inwieweit beteffen die Verkaufsrückgänge Ihr Unternehmen?
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Wie sieht die künftige Strategie Ihres Unternehmens aus?
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Welche zukunftsorientierten Maßnahmen kann die Branche treffen?
Werner Lohse, Geschäftsführer und Vertriebsleiter bei BMG Ariola Austria:
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„Die Marktdaten geben keinen Anlass zu großem Optimismus. Dass Österreich im letzten Jahr ein tiefrotes Minus hatte, ist auf die gesamte Konjunkturlage zurückzuführen. Aber auch CD-Brennen und Downloaden zum Nulltarif haben dazu beigetragen, dass die Tonträgerumsätze zurückgehen. Natürlich kann man darüber streiten, ob zu viele Veröffentlichungen nicht das Potenzial hatten, um die Käufer in die Läden zu locken. Hier müsste es vielleicht eine selektivere Veröffentlichungspolitik geben. Daher ist BMG selbstkritisch genug, um hier Konsequenzen zu ziehen. Wir gehen aber sehr optimistisch in die Zukunft, denn Künstler wie The Strokes, Kosheen, Heinz, Count Basic, Electric Softparade, Pink und Alicia Keys sind Acts, die uns eine gute Charts-Performance garantieren. Dazu kommen Etablierte wie Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros, Peter Maffay und Stefanie Werger. Ich bin optimistisch für die weitere Entwicklung des Geschäftes, denn ich bin davon überzeugt: Gute Musik verkauft sich immer, auch wenn die weltpolitische Lage und die Konjunktur nicht gerade zum Jubeln Anlass geben.“
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„Natürlich im gleichen Anteil wie die Mitbewerber. Aufgrund unseres großen Künstlerpotenzials werden wir uns behaupten.“
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„Wir werden versuchen, noch mehr Künstler zu breaken und die Etablierten in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Nur so werden wir unserem kreativen Ruf gerecht.“
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„Man sollte möglichst nur gute Musik veröffentlichen. Das rechtliche Umfeld sollte die Politik schaffen, damit geistiges Eigentum technisch und rechtlich geschützt wird. Nur so haben wir die Chance, auch weiterhin Nachwuchspflege zu betreiben.“
Gerald R. Hajos, General Manager von Sony Music Entertainment Austria:
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„Es ist schwierig aber nicht hoffnungslos.“
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„Wir sind im gleichen Maß betroffen wie der Gesamtmarkt.“
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„Wir müssen weiter Hits produzieren.“
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„Wir müssen attraktive Produkte und darüber hinaus Strategien wie Kopierschutz sowie Online-Lösungen.“
Alexander Spritzendorfer, Labelmanager bei Intonation Recordings:
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„Das eigentliche Problem sehe ich in der Geisteshaltung, dass es zu einem hippen Gentleman-Delikt geworden ist, Musik zu brennen, herunterzuladen und weiter zu verteilen. Musik ist zu einem gern konsumierten Gut geworden, für das man nicht mehr zahlen muss. Diesen Prozess rückgängig zu machen, wird schwierig und kann nur mit unsympathischen Maßnahmen gelingen. Durch den geringen Anteil an erfolgreichen heimischen Produktionen ist der österreichische Musikmarkt zudem ja auch noch größtenteils fremdbestimmt.“
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„Betroffen sind alle. Als kleine Independent-Firma sind unsere Maßnahmen nicht so dramatisch wie jene, welche die Majors großteils gesetzt haben, beziehungsweise noch werden setzen müssen, aber Einsparungen betreffen natürlich auch Intonation.“
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„Wir werden uns einige interessante aber finanziell riskante Produktionen nicht mehr leisten können und müssen bei Personal-, Marketing- und eben auch Produktionskosten Einsparungen treffen. Außerdem werden wir ab sofort alle unsere CD-Produktionen mit dem key2audio-Kopierschutz versehen.“
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„Erstens muss man bei Konsumenten wieder ein Bewusstsein schaffen, dass Musik auf CD etwas wert ist und dafür auch bezahlt werden muss. Es ist nicht einzusehen, dass beispielsweise eine Konzertkarte 50 Euro kostet und der Preis einer CD von rund 20 Euro ein überteuertes Image hat. Zweitens technische funktionale Lösungen gegen unerlaubte Downloads und Raubkopien.“
Erich Krapfenbacher, Geschäftsführer EMI Recorded Music Austria:
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„Die Lage ist schwierig, aber (noch) nicht aussichtslos.“
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„EMI Austria konnte beim Marktanteil leicht zulegen, wir würden aber lieber in einem wachsenden Markt zulegen.“
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„Wir müssen Kosten reduzieren und Anstrengungen fokussieren.“
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„Es gilt, das Produkt für den Konsumenten interessant zu gestalten und vor Diebstahl zu schützen.“
Zu den Jahreszahlen 2001 des österreichischen Markts geht’s .


