Blechschaden
München – Das Album, „Kulturvollzugsanstalt“, ist auf dem Markt, jetzt geht es auf zur Faschingstour. Vorher schaute der Gründer und Leiter der Formation Blechschaden, Bob Ross, noch auf der musikwoche-Couch vorbei.Ein ernstes Thema war Blechschaden noch nie, erzählt Bob Ross. Die Formation sei vor 20 Jahren ja gerade deswegen entstanden, weil er und seine Bläserkollegen bei den Münchner Philharmonikern nicht immer nur ernste klassische Musik spielen wollten. Sie wollten Spaß haben und, ein weiterer wichtiger Punkt, endlich mal vorn im Rampenlicht sitzen. Dass der gebürtige Schotte Bob Ross das musikalische Programm von Blechschaden zusätzlich mit Witzen aus seiner Heimat garniert, passt da ebenso ins Bild wie die Entwicklung eines neuen Instruments, des „Schlauchtrichters“. Im Faschingsprogramm von Blechschaden könnte der Trichter, eingesetzt in einer „Aida“-Adaption, zum Renner werden. In Mannheim, Iserlohn, Neuried, Regensburg und München tritt das Ensemble auf. „Dabei ist mir das Faschingstreiben eigentlich fremd“, gesteht Bob Ross: „Die Schotten kennen nämlich keinen Fasching – sie sind eh immer fröhlich.“



