Musik

Blank & Jones: Es müssen nicht immer Trance-Sounds sein

Blank & Jones waren schon immer unberechenbar, und sie bleiben es auch. Vor einem Jahr überraschten sie ihre Fangemeinde mit dem Chill-Out-Album „Relax“. Auf „Monument“ (Gang Go/wea/Warner) zünden sie jetzt die nächste Entwicklungsstufe.

Stillstand scheint für Piet Blank und Jaspa Jones sowie ihrem Mitstreiter Andy Kaufhold ein Fremdwort zu sein. Ihre Erfolgsgeschichte, von „DJ Culture“ über „Nightclubbing“ bis hin zu „Substance“, ist beeindruckend. Auf „Monument“ haben sie ihr stilistisches Spektrum abermals erweitert. Bereits im letzten Jahr überraschten sie die Fans mit einer stimmigen Coverversion des New-Wave-Klassikers „A Forest“ von The Cure, bei der Robert Smith selbst den Gesangspart übernahm und die sich jetzt auch auf dem Album wiederfindet. „Der Song hat uns schon immer fasziniert und in seinen Bann gezogen“, erklären Blank & Jones. „Wir haben sehr lange davon geträumt, ihn noch einmal neu einzuspielen. Als klassische Coverversion würden wir unsere Interpretation allerdings nicht bezeichnen. Es war für uns eine große Herausforderung, jemanden wie Robert Smith in einem völlig neuen musikalischen Kontext zu präsentieren.“

Blank & Jones wollen mit allen Mitteln vermeiden, in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden. „Wir sind sehr darauf bedacht, dass wir uns niemals selber eine Schublade einrichten. Gerade in der Danceszene bekommt man doch sehr schnell einen bestimmten Stempel aufgedrückt. Wenn wir in Zukunft einmal Lust haben sollten, eine Platte im Stil von Linkin Park einzuspielen, dann machen wir das auch.“ Doch soweit ist es noch lange nicht. Trotz aller Neuerungen und Innovationen bleiben Blank & Jones ihrem hochmelodischen Trance-Sound weitgehend treu. „Wir haben diesmal sehr viel mit richtigen Instrumenten gearbeitet, was den Sound natürlich entscheidend beeinflusst und verändert hat.“ Bei dem mit Unterstützung von Sängerin Ellen de Graaf eingespielten Titel „Mind Of The Wonderful“, der kommenden Single (VÖ 13. April), und in Songs wie „Zero Gravity“ und „Flowtation“, die sich allesamt für den Dancefloor eignen, testeten Blank & Jones die Reaktionen des Publikums auf ihren zahlreichen DJ-Gigs schon einmal in der Entstehungsphase. „Meistens verändern wir zwar nur noch Nuancen an den Songs, doch die richtige Länge eines Breaks zum Beispiel lässt sich so oft besser bestimmen. Auf dem neuen Album haben wir uns im Vergleich zu früher allerdings stärker am Song orientiert.“