Musik

Blair-Regierung will Musikunterricht fördern

Die britische Regierung will den Musikunterricht an Schulen stärken und hat zusammen mit 70 Organisationen ein Musik-Manifest verabschiedet. Sir George Martin und Jamelia gaben dazu öffentlich ihren Segen, doch Kritiker halten die Initiative für ein Feigenblatt.

Die britische Regierung will den Musikunterricht an Schulen stärken und hat zusammen mit 70 Organisationen ein Musik-Manifest verabschiedet. Der einstige Beatles-Produzent Sir George Martin und Popstar Jamelia gaben dazu öffentlich ihren Segen, doch Kritiker halten die Initiative für ein Feigenblatt. Bei der Vorstellung des Programms in den Abbey Road Studios sagte der für Bildung und Schulsystem zuständige Minister David Miliband, die Regierung von Tony Blair werde alles daran setzen, musikalische Bildung an Großbritanniens öffentlichen Schulen wieder fest zu verankern. Zu diesem Zweck werden jährlich 120 Stipendien im Wert von 600 bis 3000 Pfund (900 bis 4500 Euro) an Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren vergeben. Im Jahr 2005 sollen es dann 300 Stipendien werden. Zudem sollen alle Schüler des Landes Zugang zu staatlich subventionierten Musikunterrichtsstunden haben. Die Opposition hält das Manifest allerdings für untauglich. Boris Johnson, Kulturexperte der Torys, sagte, das Konzept generiere „mehr heiße Luft als die Bläser des Londoner Philharmonischen Orchesters“. Kritiker bemängeln, dass die Regierungsinitiative viele Details ausspare und in Finanzierungsfragen wenig konkret sei.