Shakira hat es vorgemacht: Auf Spanisch intonierte Songs klingen nicht nur viel kraftvoller, sie treffen auch die hispanischstämmigen Mitmenschen tief ins Herz. Und treiben den Plattenabsatz in schier unendliche Höhen. Schließlich ist die Zahl der spanischsprechenden Minderheit bei Weitem nicht so klein, wie es die Bezeichnung vermuten ließe.
Da wundert es nicht, dass plötzlich alle möglichen Popstars ihr „R“ mit einem leichten Donnergrollen ins Mikrofon schmettern. Während sich Jennifer Lopez und Nelly Furtado zumindest noch auf ihre mehr oder minder tief liegenden Wurzeln berufen können, kommt Beyoncé Knowles schon eher in Erklärungsnöte. Denn die gebürtige Texanerin hat eine Deluxe-Version ihres Albums „B’Day“ mit spanischen Neuinterpretationen in der Pipeline.
Spaghetti al Arriba
Beyoncé selbst findet den Schritt in fremdsprachige Gefilde komplett nachvollziehbar: „Ich bin in Houston aufgewachsen, da wurde man automatisch mit Spanisch konfrontiert. Ich habe es in der Schule gelernt, aber komplett vergessen.“
Klingt logisch. Und ohne einen näheren Grund für ihre plötzlich wiederentdeckte Sprachleidenschaft zu nennen, ergänzte die R’n’B-Queen ihre Ausführungen: „Ich hatte den besten Trainer. Wir haben es auf phonetischer Basis umgesetzt, jeden einzelnen Satz habe ich an die vier Mal aufgenommen.“
Kritiker und Sprachexperten sind dem Vernehmen nach von ihrem Sprachtalent begeistert. Jetzt hofft Beyoncé darauf, mehr Zeit für den Spanischunterricht zu finden. Außerdem will sie Kochen lernen. Spanisch vermutlich.


