Musik

Bertelsmann zahlt im Falle Napster an kleines Label

Im Zuge der Napster-Milliardenklage hat sich der Bertelsmann-Konzern außergerichtlich mit Bridgeport Music auf die Zahlung von 50.000 Dollar geeinigt. Davon unberührt fordert eine Gruppe von Klägern weiterhin Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Im Zuge der laufenden Napster-Milliardenklage hat sich der Bertelsmann-Konzern außergerichtlich mit dem Label Bridgeport Music auf die Zahlung von 50.000 Dollar geeinigt. Bridgeport zieht dafür seine Klage im Napster-Prozess gegen Bertelsmann zurück. Davon unberührt fordert eine Gruppe von Klägern rund um Universal und EMI weiterhin Schadensersatz in Höhe von rund 17. Mrd. Dollar. Sie werfen Bertelsmann und der Investmentfirma Hummer Winblad vor, die ursprünglichen Napster-Macher und die bereits insolvente Tauschbörse durch Kredite am Leben erhalten und somit zu weiteren Urheberrechtsverletzungen beigetragen zu haben. Wie Bridgeport-Anwalt Richard Busch der „New York Times“ erklärte, seien mit der Zahlung die bisherigen Gerichtskosten für seine Mandanten gedeckt. Ein weiteres Vorgehen gegen Bertelsmann wäre dagegen für Bridgeport „nicht kosteneffektiv“ gewesen. Für die übrigen Kläger stellt sich die Situation aber offenbar noch anders dar: „Vielleicht haben wir es bei Bridgport mit einem Unternehmen zu tun, dessen Taschen nicht tief genug sind, damit es sich die Durchsetzung seiner Rechte leisten kann. Aber die Verlage und die Major-Musikkonzerne gehören nicht in dieselbe Kategorie“, sagte Zach Horowitz als Präsident von Universal Music der „NYT“. Die übrigen Kläger seien sich weiterhin darin einig, dass es um Schäden in Milliardenhöhe gehe, die ihnen am Ende des Prozesses zustehen würden.

Mehr zum Thema