IFPI-Chairman Jay Berman setzt große Hoffnungen in das europäische Online-Geschäft. Er hoffe, dass Dienste wie der iTunes Music Store und Napster bald in Europa vertreten seien, sagte er anlässlich eines Round-Tables in kleiner Runde. Zudem sei es wichtig, die Piraterie zu bekämpfen, technologisch und rechtlich: Vorwürfe, die Musikbranche würde ihre Kunden verklagen, griffen nicht, da Raubkopierer und P2P-Nutzer oft keine Kunden mehr seien. Dies sollte allen Nutzern klar gemacht werden: „Es soll keiner sagen können, er habe nicht gewusst, dass unautorisierte Downloads illegal sind“, betonte Berman. Auch für den deutschen Markt sieht Berman einen Ausweg: Die Firmen müssten sich nur klar machen, wie es Herbert Grönemeyer gelungen sei, so viele Exemplare seiner letzten Produkte verkaufen zu können. Zudem sei Deutschland ein so wichtiger Markt für das weltweite Musikgeschäft, dass die Plattenfirmen sich um die deutschen Kunden bemühen sollten. Ob es der richtige Weg sei, dass derzeit drei der fünf Majors auf Interims-Basis von internationalen Managern geleitet würden, wollte Berman nicht kommentieren. Dies sei Sache der Firmen. Ohne endgültige Zahlen vorlegen zu können, schätzte der IFPI-Chairman das weltweite Minus für 2003 nach verkauften CD-Alben auf drei bis fünf Prozent. Über alle Formate sei eher mit rund acht Prozent zu rechnen.
Berman: Deutsche Firmen sollen von Grönemeyer lernen
IFPI-Chairman Jay Berman setzt große Hoffnungen in das europäische Online-Geschäft. Gleichzeitig sei die Bekämpfung der Piraterie von Bedeutung. Auch für die Lösung einiger Probleme auf dem deutschen Markt hatte er eine Empfehlung.



