Über mangelndes Interesse an klassischer Musik kann sich die Berliner Philharmonie nicht beklagen. Am 15. Januar öffnete sie ihre Pforten zum Tag der offenen Tür und erlebte einen Publikumsansturm: 12.000 Menschen strömten in den Musiktempel – 2000 mehr als im Vorjahr. Sie sahen Veranstaltungen wie das gemeinsame Konzert der 12 Cellisten mit den 12 Blechbläsern sowie das Konzert des Bläserensembles der Berliner Philharmoniker mit Mozarts Serenade „Gran Partita“ aus der aktuellen CD „Serenades For Wind Ensemble“.
Das Highlight war das Abschlusskonzert mit Sir Simon Rattle, der das „Heldenleben“ von Richard Strauss dirigierte. Eine Aufnahme dieses Werks veröffentlicht EMI Classics am 10. Februar. Zeitweise drängten sich 3000 Leute in die Philharmonie, die eigentlich nur 2400 Plätze hat. Nach dem Abschlusskonzert nahm Sir Simon Rattle sich die Zeit, um Autogramme und Platten zu signieren. „Es war überwältigend, was klassische Musik an Freude hervorbringen kann. An so einem Tag merkt man das besonders“, sagt Stephanie Haase, Director EMI Classics bei Capitol Music Germany.



