Musik

Behörden segnen Millionendeal im Konzertgewerbe ab

Die Übernahme des US-Spielstättenbetreibers House Of Blues durch den weltgrößten Veranstaltungskonzern Live Nation ist offenbar in trockenen Tüchern.

Die Übernahme des US-Spielstättenbetreibers House Of Blues (HOB) durch den weltgrößten Veranstaltungskonzern Live Nation ist offenbar in trockenen Tüchern, nachdem das Department Of Justice dem Millionendeal zugestimmt haben soll. Das zumindest bestätigten mit der Angelegenheit bestens vertraute Kreise nach „Billboard“-Informationen. Michael Rapino, CEO von Live Nation, soll seinen Mitarbeitern zudem bereits per Rundmail einen Abschluss des Millionendeals binnen der kommenden beiden Wochen angekündigt haben, heißt es.

Anfang Juli 2006 hatten beide Seiten ein Zusammengehen beschlossen. Live Nation soll die Übernahme rund 350 Mio. Dollar wert sein.

HOB betreibt zehn Konzert- und Event-Hallen in Städten wie Chicago, Las Vegas, Orlando, Anaheim oder West Hollywood. Zudem gehören noch acht mittelgroße Venues der Kategorie Amphitheater z.B. in Atlanta, Toronto, Dallas und San Diego zum Unternehmen. Mit der Übernahme stärkt Live Nation seine Präsenz im nordamerikanischen Markt abseits der Stadien und Arenen. Der Kauf von HOB ist die größte Akquisition, seit Live Nation im Herbst 2005 als unabhängige Tochter vom einstigen Mutterkonzern Clear Channel abgespalten wurde.

HOB machte 2005 Umsätze in Höhe von 245 Mio. Dollar, in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres waren es 126 Mio. Dollar. Zum Vergleich: Live Nation machte im letzten Jahr mit Konzerten 1,3 Mrd. Dollar Umsatz. Im ersten Halbjahr waren es 623 Mio. Dollar.

Mehr zum Thema