Musik

Behörden decken Fälscherring in UK auf

Der britischen Polizei ist ein Schlag gegen Fälscherbanden gelungen: In der bisher größten Aktion dieser Art verhaftete sie 29 Personen, die unlizenzierte CDs, DVDs und Computerspiele produziert und verkauft hatten.

Der britischen Polizei ist ein Schlag gegen Fälscherbanden gelungen: In der bisher größten Aktion dieser Art verhaftete sie 29 Personen, die unlizenzierte CDs, DVDs und Computerspiele produziert und verkauft hatten. Nach Angaben der Behörden wurden zudem fünf Herstellungsstätten in den Regionen Merseyside und Lancashire entdeckt. Den Verdächtigen droht nun eine Anklage wegen mehrfachen Betrugs. Rund 70 Prozent der Ware sollen auf zwei großen Straßenmärkten in Liverpool umgeschlagen worden sein, die restlichen 30 Prozent bei kleineren Flohmärkten.

Der Verhaftung ging eine sechsmonatige, gemeinsame Untersuchung der British Phonographic Industry (BPI), der Federation Against Copyright Theft (Fact) und der Leisure Software Publishers Association voraus. „Diese Banden haben zahlenmäßig zugenommen und sind gut organisiert – aber das sind auch wir“, meinte dazu David Martin, Anti-Piracy-Director bei der BPI. „Indem wir gemeinsam vorgehen, können wir nicht nur unsere Kenntnisse bündeln, sondern auch strengere Strafen für die fordern, die die Kreativindustrie und den Steuerzahler schädigen.“

Nach Schätzungen gehen der britischen Unterhaltungsindustrie jedes Jahr durch den Handel mit nicht lizenzierter Ware und illegalen Downloads mehr als 810 Mio. Pfund (rund 1,16 Mrd. Euro) an Einnahmen verloren.

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