Die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) hat eine umfangreiche Studie zu Vermarktung und Programmgestaltung von Konzerten in Stuttgart präsentiert. Unter dem Titel „Von der Soiree zum Event“ untersucht die Studie die Erwartung von Konzertbesuchern und ihrer demographischen Zusammensetzung. Zudem erarbeitet die Studie Vorschläge für alternative Konzertformen.
„Die Veranstaltungen unserer 18.000 Mitgliedsorchester sind gut besucht. Im Schnitt kommen rund 300 Menschen zu jedem Konzert“, stellte BDMV-Generalsekretär Stefan Liebing bei der Präsentation fest. „Die Vereine und Orchester in der Bundesvereinigung erreichen mit ihrer Musik jedes Jahr Millionen Menschen in Deutschland. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre unsere Gesellschaft sehr viel ärmer!“
Interessantes Ergebnis der Studie: Ein Viertel aller Konzertbesucher verfügt über ein abgeschlossenes Studium oder Abitur, über 35 Prozent über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Weit über die Hälfte der Besucher sind unter fünfzig Jahre alt. Frauen sind leicht in der Überzahl. Die Motivation, in ein Konzert zu gehen, ist für die meisten Besucher die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Kunstgenuss und guter Unterhaltung.
Das Publikum zeige zudem auch starkes Interesse für neue Konzertformen an vermeintlich ungewöhnlichen Veranstaltungsorten. Insbesondere Openairs oder Events in historischen Anlagen fänden bei Konzertbesuchern größeren Zuspruch als die üblichen Konzertsäle.
Eine Zusammenfassung der Befragung, die von Anja Häberle erstellt wurde, steht für Mitglieder des Verbandes unter www.bdmv-online.de im Downloadbereich kostenlos zur Verfügung.


