Musik

BBC passt sich neuen Charts-Regeln an

Die BBC reagiert auf das neue Charts-Reglement in UK und will seine Playlists künftig nach digitalen VÖ-Daten statt nach physischen Terminen ausrichten. Als einer der ersten Acts profitierte jüngst der Universal-Newcomer Mika von der neuen Zählweise.

Die öffentlich-rechtliche BBC reagiert auf das neue Charts-Reglement in Großbritannien: Künftig sollen BBC-Moderatoren bevorzugt das digitale Veröffentlichungsdatum von neuen Songs nennen, die physische Verfügbarkeit spielt nur noch die zweite Geige.

Künftig werde man Songs drei Wochen vor deren Veröffentlichung als Download auf die Radio-Playlist setzen, teilte der Sender Radio 2 seinen Plattenfirmenpartnern schriftlich mit. Für manche Songs, die teils erst Wochen später auf Tonträger erhältlich seien, könne dies bedeuten, dass sie zum Zeitpunkt des physischen Releases bereits wieder von der Playlist verschwunden sind, räumten die Programmmacher ein.

Als einer der ersten Acts profitierte jüngst der Universal-Newcomer Mika von der neuen Zählweise: Seine bis dato nur als Download erhältliche Single „Grace Kelly“ schaffte es am vergangenen Wochenende auf den ersten Platz der britischen Single-Charts. Zuvor hatte BBC Radio 2 den Song häufig gespielt. Parallel schafften es Snow Patrol mit einem seit sechs Monaten als Maxi-CD gestrichenen Song zurück in die Top Ten und einem Hit aus dem Jahr 1999, „Hones To The Bee“ von Billie Piper, gelang der Wiedereinstieg auf Platz 17 – zuvor hatte Radio-1-DJ Chris Moyles seine Hörer darauf hingewiesen, dass es den Song online zu kaufen gebe.

In der aktuellen Onlineumfrage von MusikWoche geht es um die Beimischung von Downloads in die Charts: Gehören nur digital erhältliche Songs in die Hitliste oder schadet das dem stationären Handel?

Mehr zum Thema