Musik

Bayern will einheimische Produktionen weiter stärken

Nach dem dritten Runden Tisch zur Radiothematik in der Bayerischen Staatskanzlei zog Gastgeber Erwin Huber ein positives Fazit. Alle Parteien hätten angekündigt, ihr Engagement für nationale Künstler zu verstärken. Der Staatsminister kündigte außerdem an, dass die Bayerische Landesvertretung in Berlin während der Popkomm ein Konzert mit einheimischen Musikern präsentieren werde.

Nach dem dritten Runden Tisch zur Radiothematik in der Bayerischen Staatskanzlei zog Gastgeber Erwin Huber ein positives Fazit aus der „lebhaften und manchmal kontroversen“ Diskussion. Alle Parteien hätten angekündigt, ihr Engagement für nationale Künstler zu verstärken. „Deutsche Musik ist auch im Radio voll im Kommen. Das zeigt, dass künstlerische Qualität keine Zwangsquote braucht“, resümierte der Gastgeber, Staatsminister Erwin Huber. Der Anteil deutschsprachiger Rock- und Popmusik in den Programmen des Bayerischen Rundfunks, bei Antenne Bayern und den Lokalradios werde weiter erhöht. Huber kündigte zudem an, dass die bayerische Landesvertretung im Rahmen der diesjährigen Popkomm einheimische Künstler live präsentieren werde. Die Veranstaltung ist für den 15. September geplant und soll im Innenhof der bayerischen Landesvertretung in Berlin stattfinden. Außerdem überlege man, ob beim Filmpreis 2006 auch wieder eine Auszeichnung für die beste Filmmusik des Jahres vergeben werde.

„Wir wollen alle dasselbe“, betonte auch Verbände-Chef Gerd Gebhardt im Anschluss an den dritten Runden Tisch. Er begrüße die Initiative sehr, allerdings könnten viele Neuheiten „noch Einiges an Schubkraft vertragen“. Wenn man so weiter mache, sei er jedoch zuversichtlich, dass alle Parteien bald mit den Ergebnissen zufrieden seien.

Dr. Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, will zukünftig vor allem die regionale Musikszene fördern. So sollen auf einem weiteren Newcomer-Festival in Wackersdorf neben internationalen Acts auch bayerische Nachwuchsbands auf der Bühne stehen. Erich Dürr aus der Chefetage des Privatsenders Antenne Bayern betonte, dass sein Sender weiterhin bei der Förderung nationaler Newcomer-Acts auf drei Säulen setze: Außer im Hörfunkprogramm sollen nationale Nachwuchskünstler auch im Onlineangebot des Rundfunkbetreibers und im Eventbereich unterstützt werden.