Im Zuge der Debatte um die angebliche „Zündfunk“-Absetzung hat der Bayerische Rundfunk (BR) nun bekannt gegeben, dass er das „erste Multimedia-Radio in Deutschland“ plane. So stellten Rainer Tief, Programmbereichsleiter Bayern 3 – Jugend und Multimedia, und Ulrike Ebenbeck, Leiterin der Redaktion Jugend und Projektkoordinatorin für die Junge Welle, dem Hörfunkausschuss des Rundfunkrats das multimediale Konzept für die Junge Welle vor.
„Mit diesem Angebot realisieren wir systematisch eine enge, programmübergreifende Vernetzung“, sagt Hörfunkdirektor Johannes Grotzky. Neben der aktuellen Popmusik soll eine breite Förderung junger, unbekannter Musiker vor allem aus Bayern und Deutschland stattfinden. Zu den bereits bestehenden Ageboten wie der Veranstaltungsreihe „Bavarian Open“ und ihre Download-Plattform „Bavarian Open Source“ soll das Angebot um Videoblogs und Podcasts erweitert werden.
Ziel des Programms sei, eine junge Zielgruppe an den Bayerischen Rundfunk zu binden, die in ihrer aktuellen Mediennutzung auf Radio in der traditionellen Form immer mehr verzichtet. Und auch bei Bayern 2, wo bislang die Sendung „Zündfunk“ ausgestrahlt wird, soll „der Teil der journalistischen und musikalischen Kompetenz des ‚Zündfunks‘, der ein Publikum jenseits der 30 erreicht, soll wie bisher ein Bestandteil des Programms von Bayern 2 bleiben“, teilt der BR mit. Eine Entscheidung über das Konzept der geplanten Jugendwelle und die Zukunft des „Zündfunks“ kann jedoch fühestens im Juni fallen, wenn der Rundfunkrat wieder tagt.



