Musik

Barney Kessel gestorben

Im Alter von 80 Jahren ist nach langer Krankheit Barney Kessel, einflussreicher Jazz-Gitarrist, Studiomusiker und A&R-Manager für Verve Records, am 6. Mai gestorben.

Im Alter von 80 Jahren ist nach langer Krankheit Barney Kessel, einflussreicher Jazz-Gitarrist, Studiomusiker und A&R-Manager für Verve Records, am 6. Mai gestorben. Er begann seine lange Karriere in den 40er-Jahren in den Big Bands von Benny Goodman und Artie Shaw, bevor er 1946 zur Bebop-Formation von Charlie Parker stieß. In den 50er-Jahren gehörte er zum Trio des Pianisten Oscar Peterson, tourte mit Ella Fitzgerald und Lester Young und war auch an Aufnahmen mit ihnen beteiligt. Sein vielseitiges, sanftes wie rhythmisches Spiel zumeist auf halbakustischen Gibson-Gitarren machte ihn auch jenseits der Jazz-Welt bekannt, wie in den Elvis-Songs „Return to Sender“ und „Can’t Help Falling In Love“. In den 60er-Jahren kam Kessel zum Team der Studiomusiker um Phil Spector. Hier ist er u. a. auf Tracks von den Beach Boys, den Crystals, den Ronettes, den Righteous Bros., Darlene Love und Ike & Tina zu hören. Von 1956 bis 1969 arbeitete er zudem als Head of A&R für das Label Verve Records, wo er u. a. Ricky Nelson unter Vertrag nahm. Für seine Verdienste wurde Kessel zum Official U.S. Cultural Ambassador ernannt und spielte mehrmals im Weißen Haus vor verschiedenen US-Präsidenten.