Musik

Bad Boy will weg von Universal

Die Zweckehe zwischen Universal Music und Bad Boy Entertainment scheint gescheitert. Bad-Boy-Inhaber Sean „P. Diddy“ Combs sucht bereits nach neuen Partnern für sein angeschlagenes Plattenlabel.

Die Zweckehe zwischen Universal Music und Bad Boy Entertainment scheint gescheitert. Bad-Boy-Inhaber Sean „P. Diddy“ Combs sucht bereits nach neuen Partnern für sein angeschlagenes Plattenlabel. Seit 2003 verfügte Bad Boy lediglich über einen Vertriebsdeal mit Universal, nachdem Combs es davor als Joint-Venture-Partner von BMG über Jahre hinweg gewohnt war, größere Geldspritzen eines Konzerns zu bekommen. Nun beschwert sich Bad Boy laut unabhängigen Berichten in der „New York Times“ und der „New York Post“ darüber, dass Universal zu wenig Marketing und Promotion für die Veröffentlichungen von Mase, Loon oder Carl Thomas gemacht habe. Deshalb wolle er nun den Vertrag nicht verlängern.

Universal hingegen argumentiert, man habe in Ermangelung großer Hits vorsichtig agiert. Erwogen wird nun auch ein vorzeitiger Ausstieg aus der Partnerschaft, die eigentlich noch bis 2006 halten sollte. Vertreter von Bad Boy haben sich bereits mit anderen Labels getroffen, Warner und Columbia gelten als Favoriten. Im Gespräch scheint demnach wieder die Beteiligung eines Majors an Combs‘ Firma. Unterdessen büßte Bad Boy zwei wichtige Mitarbeiter ein: Mit Tracy Waples verlor das Label seine Marketingleiterin und auch General Manager Lou Tucker hatte sich jüngst verabschiedet.

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