Die Umsatzkrise auf dem amerikanischen Tonträgermarkt hat jetzt auch die Backkataloge der Plattenfirmen erreicht: Nach einer Untersuchung von SoundScan gingen die Verkäufe in diesem Jahr um elf Prozent zurück. Der Anteil an Backkatalog-Titeln macht in Amerika rund ein Viertel des Gesamtabsatzes von Tonträgern aus und ist für die Plattenfirmen eine immens wichtige Größe. Als Beispiele für schwächeren Backkatalogverkauf führt SoundScan die Alben „Legend“ von Bob Marley and The Wailers an und Metallicas 1991er Album „Metallica“, deren Verkaufszahlen in den letzten beiden Jahren um je ein Drittel sank. Branchenexperten vermuten, dass vor allem Backkatalogalben, die auch für die jüngere Käuferschicht von Interesse sind, unter illegalem Downloading leiden. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass derzeit laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens NPD Music die Käufe der über 36-jährigen am stärksten zurückgehen. Cliff Burnstein, Manager von Metallica, macht das Sterben der Plattenläden für die Entwicklung verantwortlich. Und Eric Garland, Chef des Marktforschungsunternehmens BigChampagne, zeichnet gar ein fatales Bild: „Alle vier Jahre entdeckt eine neue Generation Bob Marley oder Pink Floyd für sich. Jetzt haben wir die erste oder vielleicht sogar schon zweite Generation, die mit CD-Rs und nicht mit CD-Käufen aufgewachsen ist.“
Backkatalog-Verkäufe in den USA schwächeln
Die Umsatzkrise auf dem amerikanischen Tonträgermarkt hat jetzt auch die Backkataloge der Plattenfirmen erreicht: Nach einer Untersuchung von SoundScan gingen die Verkäufe in diesem Jahr um elf Prozent zurück.


