Musik

Aznavour macht sich für Schutzfristen stark

Der französische Chansonnier Charles Aznavour trat bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für eine Verlängerung der Schutzfristen auf Musikaufnahmen ein.

Der französische Chansonnier Charles Aznavour trat bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am 29. November in Brüssel für eine Verlängerung der Schutzfristen auf Musikaufnahmen in Europa ein. Neben dem Künstler nahmen auch IFPI-Chairman John Kennedy und EMI-Frankreichchef Hervé Defranoux an dem Meeting teil. Eine Ausdehnung der Schutzfristen sei „gut für die europäische Kultur und gut für die europäische Wirtschaft“, sagte Aznavour laut „Billboard“-Informationen. Zudem würde eine Änderung die Diskriminierung der europäischen Künstler gegenüber ihren US-Kollegen beenden.

Während innerhalb der EU eine Schutzdauer von 50 Jahren für die Leistungsschutzrechte an Musikaufnahmen gilt, weist das Urheberrecht in zahlreichen anderen Staaten bereits eine deutlich längere Schutzfrist auf. So gewähren u. a. die USA mit 95 bzw. 120 Jahren, Mexiko mit 75 Jahren oder Australien, Chile, Brasilien, Peru und die Türkei mit jeweils 70 Jahren bereits einen deutlich längeren Schutz.

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