Mit zwei von insgesamt zehn verliehenen Auszeichnungen darf sich Avril Lavigne als Siegerin der 14. European Music Awards bezeichnen. Die Kanadierin wurde vom Publikum des Musiksenders MTV zur besten Solokünstlerin gewählt. Zudem befand die Zielgruppe ihr Lied „Girlfriend“ als besten Song des Jahres.
Zur besten Band des Jahres wurden Linkin Park gewählt. Die Band konnte bei der Preisverleihung in der Münchner Olympiahalle nicht persönlich anwesend sein und bedankte sich per Videobotschaft. Live vor Ort und mit Tränen in den Augen nahm die erblondete Nelly Furtado ihre Weltkugel samt schwingendem MTV-Logo in Empfang. Sie hatte nach Meinung der Abstimmungsberechtigten im laufenden Jahr das beste Album abgeliefert.
Bayerische Gemütlichkeit statt Riesenrummel
Bester deutscher Künstler wurde wie schon im vergangenen Jahr Krawallrapper Bushido. Er ist damit der erste Künstler, der zwei Mal hintereinander den Preis mit nach Hause nehmen durfte. Eine weitere deutsche Band ließ sich anlässlich des größten europäischen Musikspektakels auch mal wieder in ihrer Heimat blicken: Tokio Hotel, ausschließlich in internationalen Kategorien nominiert, wurden für ihren außergewöhnlich hohen Fankontakt als „Inter Act 2007“ ausgezeichnet.
Zur besten R’n’B-Künstlerin wurde Rihanna gewählt, in der Kategorie Rock siegten 30 Seconds To Mars, die Band von Hollywoodschönling Jared Leto. Muse erhielten den Preis als beste Liveperformer, Justice wurden als Videokünstler des Jahres ausgezeichnet.
Wie schon in den letzten Jahren war die in 160 Länder übertragene Veranstaltung arm an Highlights. Die von Moderator Snoop Dogg angekündigten Extravaganzen blieben leere Versprechungen.


