“Die ISWC-Nummer wird das einzige weltweit gültige Identifiktions-System für musikalische Werke sein“, erklärt Eric Baptiste. „Die internationale Musikindustrie spricht künftig dieselbe Sprache.“ Diese gemeinsame Grundlage solle laut Baptiste den Informationsaustausch und die geregelte Wahrnehmung von Autorenrechten merklich verbessern helfen. „Eine ISWC-Nummer gewährleistet, dass ein musikalisches Werk weltweit leichter identifiziert werden kann, und das erleichtert die Festsetzung der Urheberrechtsabgaben.“
Auch die ISWC-Suchmaschine, die das System abrundet, soll bereits zum Ende des laufenden Jahres bereit stehen. Ziel der CISAC sei es, dass die Mehrheit ihrer Mitglieder das ISWC-System ab dem Jahr 2003 verwendet.
Beim ISWC-Code handelt es sich um ein paralleles System zum International Standard Recording Code. Dieser wurde entwickelt, um einzelne Tracks auf Tonträgern oder Filmaufnahmen zu identifizieren, und bereits 1986 als internationaler Standard eingeführt. Basierend auf den 1991 erarbeiteten Empfehlungen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der IFPI und der RIAA trieb die Musikbranche den Einsatz des Systems voran.
Dr. Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen IFPI, verweist in diesem Zusammenhang auf die Pionierarbeit seines Vorgängers, Dr. Norbert Thurow, die bereits Mitte der 70er Jahre begann: „Heute benutzen alle Majors und die meisten Independents das ISRC-System; dies ist ein Tribut an die Weitsicht von Norbert Thurow. Es ist großartig, nach mehr als zwei Jahrzenten zu sehen, dass die Pionierarbeit in ein System von unermesslichem Wert für die Plattenindustrie mündete.“



