Musik

Außenministerin will Geld von DJ BoBos Veranstalter

DJ BoBo hat Ärger mit dem Außenministerium seiner Heimat. Seine Konzertagentur soll einen Vorschuss für zwei abgesagte Konzerte zurückzahlen.

DJ BoBo hat Ärger mit dem Außenministerium seiner Heimat. Seine Konzertagentur soll einen Vorschuss für zwei abgesagte Konzerte zurückzahlen. Der Veranstalter Open Hearts hatte 350.000 Schweizer Franken (rund 222.000 Euro) erhalten, um im Juni 2003 DJ-BoBo-Konzerte in Zagreb und Sarajevo zu organisieren. Die Konzerte mit dem Titel „No Mines“ standen unter dem Patronat des Ministeriums; Außenministerin Micheline Clamy-Rey hatte den Vorschuss unter der Auflage bewilligt, dass der Erlös der beiden Shows für eine Anti-Minen-Kampagne verwendet wird. Die Konzerte wurden jedoch drei Tage vor dem ersten Auftritt abgesagt. Verantwortlich dafür war laut Open Hearts der kroatische Ableger von DJ BoBos Plattenfirma BMG. Der Veranstalter vertritt zudem den Standpunkt, dass es sich bei dem Vorschuss um eine Defizitgarantie gehandelt habe. Nach zwei Mahnungen leitete das Außenamt nun ein zwangsrechtliches Verfahren gegen die Agentur ein. DJ BoBo als Künstler sei davon nicht betroffen, hieß es.