Musik

Aufgelöster Indie-Act füllt Madison Square Garden

Der eigentlich aufgelösten US-Indieband Dispatch gelang etwas, was bislang noch kein Act ohne Starstatus geschafft hat: Die Rocker aus Boston haben für ihr Zimbabwe-Benefizkonzert den Madison Square Garden in New York ausverkauft – für drei aufeinanderfolgende Termine.

Der eigentlich aufgelösten US-Indieband Dispatch gelang etwas, was bislang noch kein Act ohne Starstatus geschafft hat: Die Folk-Rocker aus Boston haben für ihr Zimbabwe-Benefizkonzert den Madison Square Garden in New York (MSG) ausverkauft – für drei aufeinanderfolgende Termine.

Das Trio um Brad Corrigan, Pete Francis und Chad Urmston, das ursprünglich als College-Band begann, hatte sich 2002 aufgelöst. Davor hatten Dispatch rund 600.000 Alben in den USA verkauft. Dabei verließ sich die Formation nicht auf die Hilfe eines großen Labels, sondern vermarktete die Platten im Eigenvertrieb über die selbst gegründete Plattenfirma Bomber Records. Das Marketing bestand aus Mundpropaganda, Live-Auftritten und der Verbreitung der Musik über das damals als illegal eingestufte Napster-Portal.

Auch nach der Auflösung blieben die Bandmitglieder in diversen Hilfsorganisationen aktiv und entschlossen sich im Januar zu einer einmaligen Reunion, deren Erlöse an Projekte in das von Hungersnot, Aids, Wirtschaftskrise und Flüchtlingselend geplagte Zimbabwe gehen soll.

Ursprünglich hatte Dispatch gehofft, über MySpace-Kontakte genügend zahlende Fans mobilisieren zu können, um den MSG am 14. Juli füllen zu können. Mittlerweile musste das Benefizevent auf drei Tage erweitert werden, weil die Nachfrage nach Eintrittskarten bei Ticketmaster nicht abriss. „Dispatch: Zimbabwe“ findet nun vom 13. bis zum 15. Juli in New York statt. Alle Einnahmen aus der Aktion sollen Hilfsorganisationen zufließen.