Musik

Auf Tournee mit Robbie Williams

Das Duo Basement Jaxx zählt seit „Remedy“ zur Speerspitze der englischen Danceszene. Auf „Crazy Itch Radio“ begeistern die Briten mit wildem Stilmix.

Der wilde Ritt durch die unterschiedlichsten Genres hat bei Felix Buxton und Simon Ratcliff alias Basement Jaxx bereits eine lange Tradition. Doch trotz aller Experimentierfreude vergisst das Duo aus Brixton auch diesmal nicht, auf was es bei einem dancefloor-tauglichen Popsong wirklich ankommt: Auf „Crazy Itch Radio“ überzeugen Basement Jaxx mit vielen überraschenden Ideen.

Auch live setzt die Formation ihren Stilmix perfekt um, was die Besucher der Robbie-Williams-Konzerte im Juli und August bestätigen konnten, auch wenn Felix Buxton mit dem Ergebnis der Tournee ein wenig hadert: „Wir waren mit den Konzerten an sich zufrieden. Was uns aber überhaupt nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass wir jedes Mal nur sehr leise spielen durften. Das ist ein wenig ärgerlich, aber damit muss man wohl rechnen, wenn man mit einem Superstar auf Tour geht.“

Live-Auftritte bilden

Ein Set dauerte in der Regel 45 Minuten und bestand neben zwei, drei Nummern des neuen Albums, etwa „Take Me Back To Your House“ und „Hey You“, vor allem aus den Hits der ersten drei Alben. „Die Reaktion des Publikums war trotz der widrigen Umstände sehr gut“, erzählt Buxton.

Auf „Crazy Itch Radio“ setzt das Duo den auf dem vorigen Album, „Kish Kash„, eingeschlagenen Weg fort, wenngleich mit kleinen Abweichungen: „Wir haben letztes Jahr sehr viele Konzerte und Festivals gespielt. Das hat uns darin bestärkt, die neue Platte wieder näher an den klassischen Basement-Jaxx-Sound heranzurücken.“

Zurück zu den Wurzeln

Auf dem letzten Opus setzte das Duo stärker auf Elektro- und dezente Rock-Elemente. Damit ist jetzt Schluss: „Crazy Itch Radio“ klingt wieder hundertprozentig wie Basement Jaxx. „Wir haben einfach, wie immer in unserer Karriere, alles um uns herum vergessen und uns nur auf uns selbst konzentriert.“

Wie gewohnt arbeitete das Duo wieder mit vielen interessanten Gästen zusammen – zum Beispiel mit der schwedischen Sängerin Robyn oder mit Linda Lewis, die mit ihrer Stimme den bewegendsten Track des ganzen Albums veredelt: „Lights Go Down“. „Linda ist eigentlich keine Newcomerin mehr. Sie war schon in den späten Sechzigern in der Acid-Folk-Szene aktiv. Die Arbeit mit uns hat sie aber sehr gut und ohne Schäden überstanden“, scherzt Felix Buxton. „Es war für beide Seiten ein großer Spaß.“