Musik

Auf der Couch: Achim Reichel

Bei seinem Besuch auf der MusikWoche-Couch erklärte Achim Reichel, wie man als Künstler auch heute noch Musikhörer und die Medienlandschaft irritieren kann: „Die Zeiten, in denen Rockmusik das Potenzial hatte, zu provozieren, sind längst vorbei“, schildert Reichel. „Aber mit Volksmusik kann man die Leute und unsere hoffnungslos formatierte Medienlandschaft noch immer irritieren“, sagt der einstige Rattles-Sänger, der nach dem erfolgreichen „Volxlieder“-Album von 2006 nun auch mit dem Nachfolgewerk, „Michels Gold“, in die MusikWoche Top 100 Longplay eingezogen ist.

Wieder habe er dafür alte Balladen vertont und bekannte Volkslieder „durch die leicht rockige Brille“ gesehen. Diese Musik sei ihm eine Herzensangelegenheit: „Wenn man in diesem Leben und in dieser Branche einmal zu voller Blüte kommt, fragt man sich, ob man Person und Business voneinander trennen kann. Ich möchte das nicht, sondern will zu meiner Reife stehen. Mit diesen Liedern muss ich mich nicht verstellen oder dem Mainstream genügen.“ Aus diesem Grund hat er die CD auf seinem eigenem Label Tangram veröffentlicht, wo nun auch seine alten Soloalben erschienen sind.

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