Dabei will der Konzern seinen Virgin Digital Shop nicht nur aufs Internet beschränken, sondern Downloads parallel auch über den stationären Handel, Telekommunikationsgeräte und andere Endgeräte aus der Unterhaltsungselektronik absetzen. „Jetzt wo wir in den Markt einsteigen, machen wir das auch auf die große Art“, erklärte Zack Zalon, Chef von Virgin Digital.
Der Service soll im Sommer in den USA und Großbritannien mit zunächst 700.000 Titeln starten. Für die Bereitstellung und Lizenzierung des Downloadkatalogs zeichnet die Firma MusicNet verantwortlich, die bereits Downloadshops von AOL und Synacor mit Inhalten füllte. Konzernchef Richard Branson erklärte: „Wir werden die Art, wie unsere Kunden zu ihrer Musik kommen, neu definieren – und wir werden die digitale Musik in die Stratosphäre befördern.“ Die Downloads sollen im Windows-Media-Format angeboten werden und mit einem DRM-Schutz ausgestattet sein.
Damit steigt eine weitere, im Unterhaltungsbereich weltweit erfolgreiche Firma in den vielversprechenden Markt mit kostenpflichtigen Musikdownloads ein. Marktführer in diesem Bereich ist bislang unangefochten der iTunes Music Store von Apple, gefolgt vom geläuterten, einstigen Plattenfirmenschreck Napster.
Das Virgin-Imperium umfasst unter anderem eine Fluglinie, eine Plattenfirma, eine Banken- und eine Handelskette. Früher versuchte das Unternehmen unter anderem auch schon mit Virgin Cola den beiden Brausegiganten Coca Cola und Pepsi Konkurrenz zu machen. Gegründet wurde der Konzern von Multimillionär Richard Branson, der auch gelegentlich als waghalsiger Ballonfahrer für Aufsehen sorgt.


