Musik

Auch Kanada jagt Filesharer

Nach US-amerikanischem Vorbild will nun auch die kanadische Tonträgerindustrie Tauschbörsen-Nutzer verfolgen.

Nach US-amerikanischem Vorbild will nun auch die kanadische Tonträgerindustrie Tauschbörsen-Nutzer verfolgen. Dazu bemüht sich der dortige Branchenverband derzeit um eine gerichtliche Anweisung, die Internet Provider zur Herausgabe relevanter Nutzerdaten zu verpflichten. Eine erste Anhörung ist für den 12. März geplant. Die betroffenen Provider werfen dem Verband indes – wie zuvor bereits in den USA – einen Angriff auf die Privatsphäre der Nutzer vor. Davon zeigt sich Richard Pfohl von der Canadian Recording Industry Association (CRIA) unbeeindruckt: „Wir streben einen seit langem im kanadischen Recht verankerten Weg der Informationsgewinnung an, und erwarten dabei keine Überraschungen“. Der US-Branchenverband hatte im letzten Jahr über 400 Nutzer von P2P-Tauschbörsen abgemahnt. Marktforscher stellten nach der Klagewelle einen zeitweiligen Rückgang der Tauschaktivität bei Morpheus und Co. fest.

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