“Wir haben die coolsten, die mutigsten Leute ausgesucht, die nicht nur auf einer vorhandenen Welle reiten, sondern in der Lage sind, etwas Neues zu erschaffen“, erläutert Asta Baumöller, die seit 1996 als Verantwortliche das Design von Viva und Viva Zwei betreut und seit Oktober 2001 auch mit der Entwicklung der optischen Gestaltung von Viva Plus betraut ist. Das Grundkonzept legte sie dabei auf die Internationalität des neuen Senders, der erstmals keinen homogenen Stil verkörpert. Den namhaften Designern aus dem Ausland und aus Deutschland ließ Baumöller bei der Umsetzung eines Design-Ziels, das unter dem Motto „Infodesign“ oder „Beamtenpsychedelic“ stand, viel Freiraum. „Die Idee ist, alltägliches Infodesign aufzugreifen, wie es uns auf Stereoanlage, Waschmaschine oder Kleidungs-Label begegnet. Das Design für eine Club-Sendung kann etwa das Display umsetzen, das man im Taxi auf dem Weg zum Club gesehen hat, oder mit der Darstellung von Tanzschrittabfolgen arbeiten“, verdeutlicht die Diplom-Designerin. „Wir wollten weg vom Trash-Look und hin zu einer Klarheit, die dem News-Charakter des Senders entspricht“, so Asta Baumöller. Unter ihrer Leitung entwickelten Heike Sperling, freie Kölner Art-Direktorin und Regisseurin, sowie Chris Rehberger von der Agentur Standard Rad. Berlin in Zusammenarbeit mit Eric Bernaud und Sam Burkardt aus Frankreich, Stefanie Barth von Stiletto aus New York, Takashi Yamaguchi und Power Graphixx aus Tokyo, Rinzen aus dem australischen Brisbane, Meso.net aus Frankfurt und Chewing the Sun aus Wuppertal das Design des Senders. Die visuelle Gestaltung der Städteformate übertrug Baumöller jeweils Landesfremden, so ist der Londoner Designer Peter Saville für die Beiträge aus Berlin verantwortlich.
Asta Baumöller zum Design von Viva Plus
Klarheit statt Trash-Look


