Die asiatische Musikbranche beklagte im ersten Halbjahr 2003 noch stärkere Umsatzrückgänge als der Weltmarkt. So schrumpften die Umsätze um 13 Prozent auf 2,59 Mrd. Dollar, entgegen einem weltweiten Rückgang der Musikverkäufe um 10,9 Prozent. Die stärksten Verluste verzeichneten die drei größten asiatischen Märkte, Südkorea mit 23,1 Prozent, Taiwan mit 21 Prozent und Japan mit 13,5 Prozent. In Taiwan waren fast die Hälfte aller verkauften Platten Raubkopien, in China wurden sogar neun von zehn verkauften CDs illegal produziert. Auch die Internetpiraterie macht den Asiaten zu schaffen – eine Umfrage der Regierung zeigte im Jahr 2001, dass rund 500.000 der vier Mio. Einwohner von Singnapur illegal Musik aus dem Netz beziehen. Besserung erhofft man sich in Asien vor allem durch legale Download-Angebote. Der Online-Musikshop Soundbuzz meldete kürzlich, die Gewinnzone erreicht zu haben. Auch vom Start des Apple iTunes Music Store in Asien, erhofft sich die Branche positive Impulse.
Asiatischer Markt schrumpft
Die asiatische Musikbranche beklagte im ersten Halbjahr 2003 noch stärkere Umsatzrückgänge als der Weltmarkt. Hauptgrund: die grassierende Piraterie.


