Musik

ARD strukturiert Videoauswertung um

Seit Mitte 1998 vertreibt die Studio Hamburg Fernseh Allianz (FA) ihr Videoprogramm in Eigenregie über ARD Video.

Die Videoauswertung von Programmen der ARD erfolgte bis vor einigen Jahren über Lizenzvergabe an etablierte Majors beziehungsweise Independents. Seit Mitte 1998 werden die Programme einiger Sendeanstalten der ARD, darunter WDR, NDR, ORB und RB, exklusiv unter dem Label ARD Video durch die Studio Hamburg Fernseh Allianz (FA) ausgewertet. „Ein grundsätzliches Problem beim Vertrieb von ARD Programmen war in der Vergangenheit, dass das vorhandene Verkaufspotenzial nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Selbst aktuelle Produktionen waren nicht überall erhältlich oder im Sortiment unterrepräsentiert. So waren neue Konzepte gefragt, um die kontinuierliche Nachfrage nach unseren Programmen befriedigen zu können. Aufgrund der inhaltlichen Vielfalt müssen unterschiedliche Vertriebs- und Marketingstrategien für die verschiedenen Programmsparten entwickelt werden. Zudem können wir aufgrund unserer Nähe zu den Sendeanstalten und den inhaltlich verantwortlichen Redaktionen schon vor Ausstrahlung maßgeschneiderte Vermarktungskonzepte entwickeln und die eigenen Bewerbungsmöglichkeiten der Fernsehanstalten nutzen“, erläutert Christoph Kairat, Head of Sales & Marketing ARD Video, die Beweggründe für die Eigeninitiative.

Das Spektrum der veröffentlichten Videoprogramme spiegle laut Kairat die föderalistische Struktur der ARD wieder. Das Angebot umfasse eine Vielfalt an Themen und Inhalten, unter anderem die Bereiche TV-Klassiker, Sport, Musik, Kinder, Kabarett, Theater und Dokumentationen. Die Gewichtung des jeweiligen Trägerformates orientiere sich aufgrund der großen Programmbreite an den einzelnen Zielgruppen. „Entscheidend für das jeweilige Trägermedium ist die Verfügbarkeit der entsprechenden Hardware bei den jeweiligen Gruppen, was aufgrund der aktuellen Situation noch zu einem stärkeren VHS-Anteil führt“, begründet Kairat die derzeit noch starke Gewichtung auf VHS-Produkte. Dementsprechend breit ist auch der Preisspielraum. Die Preise variieren zwischen 7,80 Euro für VHS-Kinderprogramme und 129 Euro für den DVD „Beat Club“-Schuber.