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Apple verhilft Creative zu Spitzenergebnis

Der asiatische MP3-Player-Hersteller Creative Technology konnte seinen Nettogewinn im zweiten Geschäftsjahresquartal verelffachen. Zu den ungewohnt guten Zahlen trugen vor allem die Lizenzzahlungen von Mitbewerber Apple bei.

Der asiatische MP3-Player-Hersteller Creative Technology konnte seinen Nettogewinn im zweiten Geschäftsjahresquartal verelffachen. Zu den ungewohnt guten Zahlen trugen vor allem die Lizenzzahlungen von Mitbewerber Apple bei.

In den drei Monaten bis zum 31. Dezember erwirtschaftete die Firma Creative mit Hauptsitz in Singapur 92,1 Millionen Dollar Gewinn. Im Vergleichsquartal waren es nur 8,2 Millionen Dollar. Nach der Beilegung eines Patentstreits im August 2006 hatte sich Apple verpflichtet, einmalig 100 Millionen Dollar an Creative zu zahlen, 82 Prozent dieser Schlichtungssumme tauchen nun in der Quartalsbilanz des Herstellers von Digitalplayern wie Zen oder Nomad auf.

Von diesen setzte Creative im Berichtszeitraum 2,5 Millionen Exemplare ab und setzte damit 424,4 Millionen Dollar um – ein Plus von 8,6 Prozent. Zum Vergleich: Apple verkaufte in der gleichen Zeit 21,2 Millionen iPods. Europa war für Creative der wichtigste Markt, dort werden mehr als die Hälfte aller Umsätze erzielt.

Aus Kostengründen zieht die Firm jedoch Arbeitsplätze aus der EU ab: Rund 200 Stellen in Herstellung und Vertrieb fallen in Dublin weg. Weitere 100 Jobs streichen die Asiaten, die weltweit über 5000 Angestellte beschäftigen, in den USA.

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