Musik

Apple macht keinen Gewinn mit Downloads

Der iTunes Music Store gilt als die Blaupause für den digitalen Vertrieb von Musik, doch seine Erfinder glauben nicht, dass man damit Geld verdienen kann.

Der iTunes Music Store (iTMS) gilt als die Blaupause für den digitalen Vertrieb von Musik, doch seine Erfinder glauben nicht, dass man damit Geld verdienen kann. Der Verkauf von Songfiles dient dem Computer-Hersteller Apple lediglich dazu, mehr von seinen Hardware-Produkten zu verkaufen. „Der iPod verdient Geld, der iTunes Music Store nicht“, gab Phil Schiller, Senior Vice President bei Apple, nun zu. Der iTMS sei zwar eng dran an der Profitabilitätsgrenze, aber verliere immer noch Geld. Bei Apple bezweifelt man zudem, dass man mit diesem Geschäftsmodell auf lange Sicht hohe Erträge generieren kann. Aus strategischer Sicht sei man jedoch mit dem Konzept sehr zufrieden: Immerhin habe man die Umsätze mit dem kleinen Abspielgerät iPod im Jahresvergleich um 128 Prozent auf 121 Mio. Dollar steigern können. Wermutstropfen für Apple bleibt indes der sich weiter verspätende Start des iTMS in Europa: „Die Musikindustrie kann sich hier zu Lande nicht auf eine Handhabung der Vetriebsrechte einigen“, erklärte Europachef Pascal Cagni gegenüber der „Welt“. In jedem einzelnen Land müssten die digitalen Vertriebsrechte individuell geklärt werden. „Ich kann die Frustration der Konsumenten verstehen. Aber wir werden das hinbekommen“, so Cagni.

Mehr zum Thema (17.10.03)