Musik

Apple macht fünfte Million voll

In den acht Wochen seit Eröffnung des iTunes Music Store verkaufte Apple mehr als fünf Mio. Song-Downloads und übertraf damit die Erwartungen von Firmenchef Steve Jobs.

46 Prozent der Lieder kauften die Kunden dabei nach Angaben von Apple als Album-Downloads, von den mehr als 200.000 verfügbaren Songs wurden über 80 Prozent mindestens einmal verkauft.

„Fünf Mio. verkaufte Songs in gerade einmal acht Wochen haben bei weitem unsere Erwartungen übertroffen und belegen eindeutig, dass viele Kunden nach einem legalen Weg suchen, online Musik zu beziehen“, erklärte Apple-CEO Steve Jobs. Gleichzeitig gab das Unternehmen an, man werde bis Ende Juni auch bei der Zahl der ausgelieferten iPods der neuesten Generation die Mio.-Grenze knacken.

„Apple zeigt uns den Weg“

Auch die Majors wollen da nicht beiseite stehen und loben den Apple-Store in Testimonials: „Der iTunes Music Store setzt Maßstäbe“, meinte etwa Doug Morris, CEO der Universal Music Group. Und Roger Ames, Chairman & CEO der Warner Music Group, sagt gar: „Jeder in unserer Industrie sucht nach einer Möglichkeit, und Apple zeigt uns den Weg mit dem iTunes Music Store.“

Apple habe der Musikindustrie, den Künstlern und den Konsumenten eine einfache und erfolgreiche Lösung geboten, Musik legal über das Internet zu vertreiben und zu beziehen. Ab Oktober sollten zunächst auch europäische Konsumenten das neue Shopping-Gefühl ausprobieren können: Das erklärte zumindest Bart Cools, Managing Director EMI Switzerland, am Rande eines Symposiums der Schweizer Musikbranche.

Wie unsere Redaktion aus bestens informierten Kreisen erfuhr, hatte die US-Computerschmiede ihren Shop zuvor bereits bei einem Treffen der EMI-Spitzenmanager in Barcelona vorgestellt. Mittlerweile räumte aber Apple-Vizechef Pascal Cagni Probleme mit Lizenzrechten ein: „In Europa sind die Bedingungen komplizierter als in den USA.“ Deshalb sei das Einheitspreissystem nicht zu übertragen. Mit dem Europa-Start des Shops sei nicht vor 2004 zu rechnen.