Bahia, Brasilien. Dort, wohin während der Sklaverei viele tausend Menschen aus Westafrika deportiert worden waren, fand die kreative Revitalisierung der stimmgewaltigen Kidjo statt. Nach ihren weltweiten Dancefloor-Hymnen „Agolo“ und „Batonga“, den preisgekrönten Alben „Ayé“, „Fifa“ und „Oremi“, sowie einem achtjährigen Tourneen-Marathon fühlte sich die Sängerin 1998 ausgebrannt. „Ich brauchte dringend eine Pause. In acht Jahren hatte ich ganze zwei Wochen Urlaub. Ich musste meine kreativen Reserven dringend wieder beleben, sonst hätte ich womöglich falsche Entscheidungen für meine Karriere getroffen“, erzählt die inzwischen 42-Jährige.
Das Explorieren der kulturellen und soziologischen Axe Benin-Bahia führte schließlich zum Startschuss für das neue Album. Nach einer Zusammenarbeit mit Daniela Mercury schrieb Angélique Kidjo zusammen mit dem Häuptling der populären bahianischen Tanzmusik, Carlinhos Brown, sechs Songs, von denen drei auf „Black Ivory Soul“ erscheinen. „Tumba“, die offensichtlichste Tanznummer des Albums, könnte sich zu einem heimlichen Sommerhit mausern. Genauso wie die Soulfulness des Duetts „Iwoya“ mit Dave Matthews und ihre Interpretation des Gilberto-Gil-Hits „Refavela“. Von Soul in seiner reinsten und schwärzesten Form wird unweigerlich gefangen genommen, wer Angélique Kidjo auf ihrer musikalischen Entdeckungsreise begleitet.
Die Loops und Sequenzer, früher fester Bestandteil des Klangkörpers von Kidjo, sind auf „Black Ivory Soul“ echter Wärme in Klang und Ausdruck gewichen. Die Musik geht nicht nur ins Tanzbein, sondern bietet mit wunderschönen Vokal-Arrangements Futter für die Seele. Für Christian M. Rauch, Senior Product Manager bei Sony Classical, stellt „Black Ivory Soul“ nach „Silk Road Journeys“ von Yo-Yo Ma die zweite wichtige Neuerscheinung im Weltmusik-Bereich für das Label in diesem Jahr dar. Das Album wird mit Anzeigen in Zeitschriften wie „Kultur Spiegel“ und „Kultur News“, sowie Features im „WOM Journal“ und „Jazz Thing“ unterstützt. Angélique Kidjo tritt ferner als Headliner beim diesjährigen Würzburger Weltmusik-Festival auf.



