Musik

Angebot von Apple soll Online-Musik revolutionieren

Bereits in der kommenden Woche will Apple seinen neuartigen Online-Musikdienst vorstellen. Die Branche wartet mit Spannung und erhofft sich eine Waffe gegen die Internetpiraterie.

Bereits in der kommenden Woche will Apple seinen neuartigen Online-Musikdienst vorstellen. Die Branche wartet mit Spannung und erhofft sich eine Waffe gegen die Internetpiraterie. Vertreter der Majorlabels, die die Beta-Versionen des Services bereits begutachten konnten, versprechen sich einiges, so ein Agenturbericht von Reuters. Es sei exakt das, was die Branche vor fünf Jahren schon gebraucht hätte, zitiert die Nachrichtenagentur einen Musikmanager. Apples Dienst funktioniere ähnlich simpel und bequem wie zum Beispiel KaZaA und entrichte zudem den nötigen Obolus an die Musikindustrie. Aus der Apple-Zentrale in Kalifornien drang bislang nichts an die Öffentlichkeit – der Hardware-Hersteller lässt sich nur ungern in die Karten schauen. Allerdings kursieren seit März Gerüchte: Anders als die Abomodelle von MusicNet und pressplay erlaubt Apples Angebot dem Vernehmen nach individuelle Downloads – und zwar im MP3-Format. Schließlich soll das Apple-Gadget iPod samt zugehöriger Software iTunes weiter eine zentrale Rolle in der Apple-Musikwelt spielen. „Wenn Apple mit seinem Dienst dasselbe für den Download-Sektor erreicht, was sie mit dem iPod für den Markt tragbarer Geräte geschafft haben, dann wird das ein wichtiger Schritt für die Musikbranche“, so ein ungenannter Executive gegenüber Reuters. Sogar die sonst so Online-kritische RIAA-Chefin Hilary Rosen sprach sich bereits für das Apple-Angebot aus. Zudem stehen die fünf Majors hinter den Plänen von Apple-Chef Steve Jobs: Erst vor einer Woche gab mit Universal auch der letzte Major grünes Lizenz-Licht für den Dienst. Unklar bleibt indes, was aus Apples kolportierten Übernahmeabsichten bei Universal Music wird.

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